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Wie viel Lux am Arbeitsplatz? Richtwerte nach DIN EN 12464-1 und ASR A3.4 für die richtige Beleuchtung

Von admin

Auf die Frage, wie viel Lux am Arbeitsplatz sinnvoll sind, folgt meist eine einzige Zahl: 500. Für viele Büroarbeitsplätze passt sie. Trotzdem greift die Zahl allein oft daneben, denn die passende Beleuchtungsstärke hängt von der Tätigkeit ab. Auch der Raum und das Tageslicht spielen eine Rolle. Dieser Beitrag gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Richtwerte und erklärt, was hinter DIN EN 12464-1 und ASR A3.4 steckt. Dazu kommen Tipps für LED Beleuchtung und ein Plan in vier Schritten.

Wie viel Lux am Arbeitsplatz sind sinnvoll? Die Kurzantwort

Für klassische Büroarbeit am Bildschirm gelten 500 Lux als gängiger Richtwert. Einfache Tätigkeiten kommen mit weniger Licht aus. Feine Sehaufgaben brauchen deutlich mehr. Die ideale Beleuchtungsstärke richtet sich also immer nach der Arbeitsaufgabe.

Lux und Lumen: Der Unterschied zwischen Beleuchtungsstärke und Lichtstrom

Die beiden Begriffe landen im Alltag oft in einem Topf. Dabei beschreiben sie verschiedene Dinge. Lumen (lm) ist die Einheit für den Lichtstrom. Der Wert sagt, wie viel Licht eine Leuchte insgesamt abgibt. Lux (lx) ist die Einheit für die Beleuchtungsstärke. Der Lux Wert zeigt, wie viel von diesem Licht auf einer Fläche ankommt.

Die Verbindung ist einfach: Ein Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter. Hängt eine Leuchte höher, verteilt sich ihr Licht auf mehr Fläche und die Helligkeit auf dem Tisch sinkt. Deshalb zählt am Arbeitsplatz der Lux Wert auf der Arbeitsfläche. Die Angabe auf der Lampenverpackung hilft nur als erster Anhaltspunkt.

Richtwerte nach Tätigkeit im Überblick

Die folgenden Werte dienen als Orientierung. Sie stammen aus den gängigen Regelwerken und aus der Planungspraxis.

Arbeitsbereich oder TätigkeitRichtwert Beleuchtungsstärke
Flure und Verkehrswege50 bis 100 lx
Treppen100 lx
Lager mit Leseaufgaben200 lx
Büroarbeitsplätze, Bildschirmarbeit500 lx
Besprechungsräume500 lx
Technisches Zeichnen750 lx
Konzentrierte, anspruchsvolle Sehaufgaben750 bis 1.000 lx
Feinmechanik, Montage feiner Teile1.000 bis 1.500 lx

Die Tabelle zeigt: Je feiner die Sehaufgabe, desto höher der Bedarf an Licht.

500 Lux: Der Richtwert für Büroarbeitsplätze

500 Lux sind der Wert, den Sie im Büro am häufigsten hören. Er gilt für Tätigkeiten wie Lesen und Schreiben, also auch für die Arbeit am Bildschirm. Gemessen wird auf der Arbeitsfläche, meist in Tischhöhe.

Ein Vergleich hilft bei der Einordnung. An einem bedeckten Tag liefert der Himmel im Freien rund 10.000 Lux. An einem Sonnentag sind es bis 100.000 Lux. Ein Büro mit 500 Lux wirkt daneben fast dunkel. Unsere Augen passen sich an, doch der Abstand zeigt, warum Tageslicht für die Arbeitsumgebung so wertvoll ist.

Wann 750 bis 1.000 Lux die bessere Wahl sind

500 Lux markieren die untere Grenze guter Bürobeleuchtung und kein Optimum für alle. Für konzentrierte Arbeiten empfehlen viele Lichtplaner 750 bis 1.000 Lux. Das betrifft zum Beispiel Korrekturlesen oder die Arbeit mit kleinen Schriften.

Auch das Alter spielt mit. Die Sehleistung lässt über die Jahre nach, deshalb profitieren ältere Beschäftigte von mehr Helligkeit. Eine dimmbare Arbeitsplatzleuchte löst das elegant: Jede Person stellt ihr Licht selbst ein.

DIN EN 12464-1: Was die Norm für Innenräume festlegt

Die DIN EN 12464-1 ist die europäische Norm für die Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen. Sie beschreibt Anforderungen an die Lichtqualität für verschiedene Arbeitsbereiche. Die aktuelle Fassung stammt aus dem Jahr 2021. Sie nennt Mindestwerte und zusätzlich erhöhte Werte für anspruchsvolle Bedingungen. Lichtplaner nutzen die Norm als Arbeitsgrundlage.

Sehaufgabe und Umgebung: Warum Gleichmäßigkeit zählt

Die Norm betrachtet den Raum in Zonen. Im Bereich der Sehaufgabe liegt die höchste Beleuchtungsstärke. Die direkte Umgebung darf etwas dunkler sein, im Büro etwa 300 Lux. Dahinter folgt der Hintergrund mit nochmals weniger Licht.

Wichtig ist der sanfte Übergang. Springt der Blick ständig zwischen sehr hellen und sehr dunklen Flächen, müssen die Augen laufend nachregeln. Das kostet Kraft. Gleichmäßige Beleuchtung sorgt deshalb für mehr Sehkomfort. Die Norm bezieht auch Wände und Decken ein, denn helle Raumflächen lassen einen Raum freundlicher wirken.

Blendfreiheit und Farbwiedergabe

Helligkeit allein macht noch keine gute Beleuchtung. Zwei weitere Faktoren entscheiden über die Qualität.

Blendfreiheit: Blendung entsteht direkt durch eine sichtbare Lichtquelle oder indirekt durch Reflexe auf dem Bildschirm. Für Büros nennt die Norm einen Blendwert (UGR) von höchstens 19. Blendfreies Licht entlastet die Augen und beugt Müdigkeit vor.

Farbwiedergabe: Der Farbwiedergabeindex Ra beschreibt, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle aussehen. Für Bildschirmarbeitsplätze gilt ein Wert von mindestens Ra 80 als Empfehlung. Gute LED Leuchten erreichen häufig Ra 90.

Eine gute Lichtverteilung verhindert außerdem harte Schatten auf der Arbeitsfläche.

ASR A3.4: Orientierung für die Beleuchtung in Arbeitsstätten

Die ASR A3.4 ist die Technische Regel für Arbeitsstätten zum Thema Beleuchtung. Sie übersetzt die allgemeinen Vorgaben zum Arbeitsschutz in konkrete Werte. Für Büroarbeitsplätze nennt auch sie 500 Lux. Das Arbeitsschutzgesetz bildet den übergeordneten Rahmen für sichere Arbeitsbedingungen und gutes Licht gehört dazu. Die DGUV ergänzt das Bild mit Informationen zur ergonomischen Beleuchtung am Arbeitsplatz.

In der Praxis greifen beide Regelwerke ineinander: Die ASR A3.4 betrachtet Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten. Die DIN EN 12464-1 liefert das Handwerkszeug für die Lichtplanung. Die Werte liegen in vielen Punkten nah beieinander.

Tageslicht hat Vorrang vor Kunstlicht

Ein Grundsatz der ASR A3.4 lautet: Tageslicht geht vor. Arbeitsräume sollen möglichst viel natürliches Licht erhalten. Künstliches Licht ergänzt das Tageslicht, wenn es draußen dunkel wird oder der Platz tief im Raum liegt.

Für die Einrichtung bedeutet das: Arbeitsplätze gehören in Fensternähe. Die Blickrichtung verläuft idealerweise parallel zum Fenster. So blendet weder die Sonne von vorn noch spiegelt sich das Fenster im Bildschirm.

Beleuchtung am Arbeitsplatz: Einfluss auf Augen und Konzentration

Licht steuert weit mehr als die Sicht auf den Schreibtisch. Es beeinflusst nämlich Wachsamkeit und Stimmung und damit auch die Leistungsfähigkeit.

Ermüdung und Kopfschmerzen: Folgen von schlechtem Licht

Bei wenig Licht strengen sich die Augen stärker an. Typische Folgen sind Ermüdung und Konzentrationsprobleme. Viele Menschen beugen sich unbewusst nach vorn, damit sie besser sehen. Aus dieser Haltung entstehen Kopfschmerzen und ein verspannter Nacken.

Mangelhafte Beleuchtung drückt deshalb auf Produktivität und Aufmerksamkeit. Auch für die Arbeitssicherheit spielt Licht eine Rolle: Stolperkanten und Hindernisse fallen in gut beleuchteten Räumen schneller auf. Studien bringen schlechte Lichtverhältnisse zudem mit mehr Krankheitstagen in Verbindung.

Tageslicht, Stimmung und Wohlbefinden

Natürliches Licht taktet die innere Uhr. Mitarbeiter mit einem Platz am Fenster berichten in Untersuchungen häufiger von gutem Schlaf und fühlen sich gesünder. Tageslicht hebt außerdem die Stimmung und kommt damit dem Wohlbefinden im Team zugute. Im Freien regt Sonnenlicht die Bildung von Vitamin D an. Eine Mittagspause an der frischen Luft ist deshalb doppelt sinnvoll.

Wo Fenster fehlen, helfen Leuchten mit tageslichtähnlichem Spektrum. Solche Tageslichtlampen bringen an dunklen Wintertagen spürbar mehr Energie in den Raum.

LED Beleuchtung im Büro: Lichtfarbe und Lichtsteuerung

LED Beleuchtung ist heute Standard in der Arbeitswelt. Sie verbraucht wenig Strom und hält lange. Ihr größter Vorteil liegt in der Flexibilität, denn viele Leuchten lassen sich dimmen und in der Lichtfarbe verändern.

Die Lichtfarbe wird in Kelvin angegeben. Warmweißes Licht unter 3.300 Kelvin wirkt gemütlich und passt in Lounges. Neutralweißes Licht um 4.000 Kelvin gilt als Allrounder für das Büro. Tageslichtweiß ab 5.300 Kelvin fördert die Wachheit und eignet sich für Phasen mit hoher Konzentration.

Eine moderne Lichtsteuerung kombiniert diese Möglichkeiten. Sensoren messen das einfallende Tageslicht und regeln die Leuchten automatisch nach. Manche Systeme verändern die Lichtfarbe im Tagesverlauf: morgens kühler, abends wärmer. Fachleute sprechen von Human Centric Lighting.

Arbeitsplatzleuchte plus Raumlicht: Die Kombination macht es

Die beste Lösung besteht selten aus einer einzigen Lichtquelle. Bewährt hat sich die Kombination aus Grundbeleuchtung und individuellem Licht am Platz. Die Deckenleuchten sorgen für eine gleichmäßige Basis im Raum. Eine Arbeitsplatzleuchte bringt zusätzliche Helligkeit genau dorthin, wo die Sehaufgabe liegt.

Indirektes Licht über Decke und Wände macht den Raum weicher. Direktes Licht liefert Kontrast auf dem Tisch. Stehleuchten mit beiden Anteilen sind deshalb in vielen Büros beliebt, weil sie ohne Eingriff in die Decke auskommen.

Optimale Beleuchtung planen: In vier Schritten zum guten Licht

Optimale Beleuchtung entsteht mit System. Diese vier Schritte bringen Sie ans Ziel.

Schritt 1: Den Ist-Zustand messen. Ein Luxmeter kostet wenig und zeigt schnell, wo Ihr Büro steht. Messen Sie auf der Arbeitsfläche, einmal bei Tageslicht und einmal am Abend. Apps auf dem Smartphone liefern nur grobe Werte.

Schritt 2: Die Tätigkeiten klären. Notieren Sie, welche Arbeiten in welchem Raum stattfinden. Ein Besprechungsraum braucht anderes Licht als ein Platz für CAD. Eine Checkliste für den Büroarbeitsplatz hilft bei der Bestandsaufnahme.

Schritt 3: Die Möbel richtig stellen. Licht und Einrichtung gehören zusammen. Rücken Sie Schreibtische ans Fenster und drehen Sie die Bildschirme seitlich zum Licht. Hohe Schränke stehen besser an der Innenwand, damit sie kein Tageslicht schlucken. Bei Workbenches für Teams zählt die Ausrichtung der ganzen Tischreihe.

Schritt 4: Lücken gezielt schließen. Ergänzen Sie fehlende Helligkeit mit Arbeitsplatzleuchten oder einer neuen Grundbeleuchtung. Bei größeren Flächen lohnt sich eine professionelle Planung und Beratung, die Licht und Möblierung gemeinsam betrachtet.

Richtige Beleuchtung braucht die richtige Einrichtung: Lösungen von ukamo

Die richtige Beleuchtung entfaltet ihre Wirkung erst, wenn die Möbel mitspielen. Glänzende Tischplatten werfen Reflexe. Starre Tische verhindern den Platz am Fenster. Massive Stellwände nehmen dem Raum das Tageslicht. ukamo aus Dermbach in Thüringen plant Büros deshalb ganzheitlich und berücksichtigt Licht schon in der 3D-Raumplanung. Drei Produkte aus dem Katalog passen besonders gut zum Thema.

UP Sitz-Stehtisch: Flexibel zum besten Licht

Der UP ist ein elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch für den Büroalltag. Sie erhalten ihn als Einzelplatz oder als Bench in vielen Größen und Farben. Der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen verändert auch den Blickwinkel auf Bildschirm und Fenster. Das entlastet die Augen im Tagesverlauf.

Wie viel Lux am Arbeitsplatz? Position ändern mit dem UP Sitz-Stehtisch

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Mito mit Fenix-Oberfläche: Matt gegen Reflexe

Der höhenverstellbare Chefschreibtisch Mito trägt eine mattschwarze Fenix-Tischplatte mit Anti-Fingerprint-Eigenschaft. Matte Flächen streuen das Licht und spiegeln kaum. Damit bleibt die Arbeitsfläche auch unter heller LED Beleuchtung ruhig.

Wie viel Lux am Arbeitsplatz? Lichtreflexion verringern mit dem MITO-Chefschreibtisch

Zum Chefschreibtisch Mito mit Fenix-Platte

SHARE Akustikpaneele: Zonen ohne feste Wände

Die mobilen Akustikpaneele der Serie SHARE stehen auf Rollen. Sie trennen Arbeitsbereiche und lassen sich jederzeit verschieben. So schirmen Sie einen Platz gegen Blendung ab, wenn die Sonne tief steht. Später rollen Sie das Paneel wieder zur Seite und das Tageslicht reicht tief in den Raum.

Wie viel Lux am Arbeitsplatz? Licht regulieren mit den SHARE Akustikpaneelen

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Weitere Ideen finden Sie in den Kategorien für höhenverstellbare Schreibtische und für Trennwände und Raumteiler. Ein ergonomischer Bürostuhl rundet den Arbeitsplatz ab, denn gutes Sehen und gutes Sitzen gehören zusammen.

Fazit: Gutes Licht ist planbar

Wie viel Lux am Arbeitsplatz richtig sind, entscheidet die Tätigkeit. Für Büroarbeit gelten 500 Lux als solide Basis, für anspruchsvolle Sehaufgaben dürfen es 750 Lux oder mehr sein. DIN EN 12464-1 und ASR A3.4 liefern dafür verlässliche Richtwerte. Genauso wichtig sind Blendfreiheit und eine gute Farbwiedergabe. Tageslicht bleibt die beste Lichtquelle, LED Technik ergänzt sie flexibel.

Sie planen ein neues Büro oder möchten bestehende Räume verbessern? Das Team von ukamo unterstützt Sie mit kostenloser Planung und Beratung. Rufen Sie an unter +49 36965 815119 oder stöbern Sie im Online-Katalog.

FAQ: Häufige Fragen zur Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz

Wie viel Lumen im Büro?

Als Faustformel gilt: gewünschte Lux mal Raumfläche. Ein Büro mit 20 Quadratmetern und 500 Lux braucht rund 10.000 Lumen, die auf der Arbeitsebene ankommen. Ein Teil des Lichtstroms geht auf dem Weg verloren. Deshalb planen Fachleute mit einem höheren Gesamtwert der Leuchten.

Welche Lichtstärke ist optimal für den Arbeitsplatz?

Für Bildschirmarbeit sind 500 Lux der gängige Richtwert. Bei konzentrierten Arbeiten oder für ältere Beschäftigte sind 750 bis 1.000 Lux angenehmer. Dimmbare Leuchten decken beide Fälle ab.

Welches Licht für eine Werkstatt?

Für allgemeine Arbeiten in der Werkstatt reichen meist 300 bis 500 Lux. Feine Tätigkeiten wie Feinmechanik brauchen 1.000 bis 1.500 Lux. Empfehlenswert ist neutralweißes oder tageslichtweißes Licht mit guter Farbwiedergabe.

Wie viel Lux sollte die Beleuchtung im Treppenhaus mindestens haben?

Für Treppen nennen die gängigen Regelwerke rund 100 Lux. Flure kommen mit 50 bis 100 Lux aus. Wichtig ist eine gleichmäßige Ausleuchtung der Stufen.

Wie viel Lux sollte die Parkplatzbeleuchtung haben?

Für Parkplätze im Freien liegen die üblichen Richtwerte bei etwa 10 Lux. Bei viel Verkehr sind 20 Lux sinnvoll. Hier geht es vor allem um Orientierung und Sicherheit.

Welche Beleuchtungsstärke nennen die Regeln für Arbeitsstätten?

Die Arbeitsstättenverordnung selbst nennt keine Lux-Zahlen. Konkrete Richtwerte stehen in der ASR A3.4. Für Büroarbeitsplätze sind dort 500 Lux hinterlegt.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Fachplanung. Alle Werte verstehen sich als Orientierung. Verbindliche und aktuelle Angaben finden Sie bei der BAuA und beim BMAS. Der Text entstand mit Unterstützung von KI und wurde redaktionell geprüft.