Büro-Lärm: Was gegen Lärm am Arbeitsplatz wirklich hilft
Konzentriertes Arbeiten braucht eine ruhige Umgebung. Der Büroalltag sieht jedoch oft anders aus: Telefone klingeln, am Nachbartisch läuft ein spontanes Meeting. Dazu summen Drucker und Klimaanlage im Hintergrund. Lärm im Büro gehört zu den häufigsten Beschwerden von Beschäftigten und kostet Unternehmen bares Geld, weil Konzentration und Leistung darunter leiden. Die gute Nachricht: Gegen Lärm am Arbeitsplatz lässt sich viel tun. Mit durchdachter Gestaltung der Arbeitsräume und den passenden Möbeln wird aus einem lauten Büro ein Ort, an dem produktive Arbeit wieder möglich ist. Bevor es losgeht, ein Hinweis: Dieser Artikel gibt einen redaktionellen Überblick aus Sicht eines Büromöbel-Anbieters und ersetzt keine rechtliche Beratung. Verbindliche Informationen zu Vorschriften, Grenzwerten und Arbeitsschutz finden Sie bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (www.baua.de) sowie in der Arbeitsstättenverordnung (www.gesetze-im-internet.de). Lärm im Büro: Warum Geräusche zum Problem werden Nicht jedes Geräusch ist automatisch Lärm. Entscheidend ist, wie stark ein Geräusch stört und von der Aufgabe ablenkt. Genau hier liegt das Problem vieler moderner Arbeitswelten: Besonders in Großraumbüros treffen zahlreiche Schallquellen auf harte Oberflächen, die den Schall reflektieren und verstärken. Typische Lärmquellen im Büroalltag Als größte Lärmbelästigung empfinden viele Menschen die Gespräche der Kolleginnen und Kollegen. Das Gehirn blendet Stimmen schlecht aus, weil es Sprache automatisch verarbeitet. Daneben sorgen Bürogeräte für einen dauerhaften Geräuschpegel: Drucker rattern, Telefone klingeln, Tastaturen klappern und Lüfter rauschen. Auch Klimaanlagen erzeugen mit der Zeit störende Geräusche, besonders wenn die letzte Wartung länger zurückliegt. Was Lärm mit Konzentration und Gesundheit macht Bereits eine Lautstärke von rund 40 dB(A) kann die Konzentration um 10 bis 15 Prozent senken. Zum Vergleich: Ein normales Gespräch erreicht schnell 55 bis 60 dB(A). Unerwartete Geräusche und mithörbare Gespräche stören die Aufmerksamkeit dabei am stärksten. Die Auswirkungen zeigen sich schnell im Arbeitsergebnis: Die Fehlerquote steigt und Aufgaben dauern länger. Dauerhafte Lärmbelastung wirkt sich zudem auf die Gesundheit aus. Stress und Kopfschmerzen zählen zu den häufigen Folgen, auch Bluthochdruck kann auftreten. Wer täglich gegen den Geräuschpegel ankämpft, geht abends erschöpfter nach Hause. Wie laut darf es im Büro sein? Werte zur Orientierung Gemessen wird Lautstärke als Schalldruckpegel in Dezibel, kurz dB(A). Für geistige Tätigkeiten gilt ein Beurteilungspegel von maximal 55 dB(A) als Obergrenze. Bei Aufgaben mit sehr hohen Anforderungen an die Konzentration liegen die empfohlenen Werte sogar bei 35 bis 40 dB(A). Solche Grenzwerte stammen aus den Regelungen für Arbeitsstätten und dienen im Alltag als praktische Orientierung. Zur Einordnung: 55 dB(A) entsprechen etwa einem Gespräch in normaler Lautstärke, ein leises Büro liegt bei rund 40 dB(A). Wer diese Werte im eigenen Büroraum regelmäßig überschreitet, hat guten Grund für akustische Verbesserungen. Lärm reduzieren: Maßnahmen für ein leiseres Büro Lärmminderung gelingt auf mehreren Ebenen. Als Faustregel gilt: Veränderungen am Raum und an der Organisation wirken nachhaltiger als individuelle Lösungen wie Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung. Letztere bleiben trotzdem eine sinnvolle Ergänzung für einzelne Arbeitsphasen. Raumakustik verbessern mit schallabsorbierenden Materialien Harte Oberflächen wie Glas und Beton reflektieren den Schall und erzeugen Nachhall. Als angenehm gilt in Büros eine kurze Nachhallzeit von unter 0,6 Sekunden. Schallabsorbierende Materialien bringen Sie diesem Wert näher: Akustikpaneele an Wand oder Decke schlucken einen großen Teil der Schallenergie und senken den Geräuschpegel spürbar. Auch Teppiche und Akustikvorhänge vermindern den Reflexionsschall. Sogar Pflanzen leisten einen Beitrag, denn sie wirken als natürliche Schallabsorber und verbessern nebenbei das Raumklima. Eine Übersicht passender Lösungen finden Sie in unserer Kategorie Akustik & Raumteilung. Laute und ruhige Bereiche räumlich trennen Konzentration braucht Distanz zur Schallquelle. Laute Bürogeräte wie Drucker gehören deshalb in separate Räume oder wenigstens in eine entfernte Ecke. Genauso wichtig ist die Zonierung der Fläche: Kommunikation gehört ins Büro, sie braucht aber den richtigen Ort. Meetings und Telefonate finden idealerweise in eigenen Bereichen statt, ruhige Arbeitsplätze bleiben für konzentrierte Aufgaben reserviert. Trennwände und Raumteiler gliedern offene Flächen und dämpfen den Schall zwischen den Zonen. Für vertrauliche Gespräche und ungestörtes Telefonieren bieten sich Schallschutzkabinen als Raum-in-Raum-Lösung an. Welche Aufteilung zu Ihren Räumen passt, klärt sich am besten mit unserer kostenlosen Planung und Beratung. Organisatorische Kniffe: Lärm-Etikette und Fokus-Zeiten Auch ohne Umbau lässt sich einiges erreichen. Vereinbaren Sie im Team eine Lärm-Etikette: Benachrichtigungstöne bleiben ausgeschaltet, längere Gespräche wandern in den Besprechungsraum. Feste Fokus-Zeiten schaffen Phasen, in denen das ganze Büro konzentriert und leise arbeitet. Bei der Anschaffung neuer Geräte lohnt außerdem der Blick auf die Lautstärke: Leise Tastaturen und geräuscharme Drucker senken den Grundpegel dauerhaft. Akustiklösungen von ukamo: 3 Produkte gegen Büro-Lärm Als Anbieter von Design- und Qualitätsmöbeln kennt ukamo die akustischen Herausforderungen moderner Arbeitsräume. Drei Produkte aus unserem Sortiment haben sich als Lärmschutz im Büro besonders bewährt. SHARE Akustikpaneele: mobile Trennwände auf Rollen Die SHARE Smart Office Akustikpaneele sind rollbare Trennwände mit wirksamem Schallschutz. Dank integrierter Rollen lassen sie sich mühelos verschieben, ideal für die schnelle Neugestaltung von Teamzonen oder Rückzugsbereichen. So entsteht Ruhe genau dort, wo sie gerade gebraucht wird. >> Jetzt SHARE Akustikpaneele entdecken Brainy Fokusraum: die Rückzugsinsel im Open Space Der Brainy Fokusraum ist ein mobiler Arbeitsplatz mit ausgezeichneter akustischer Abschirmung. Die Wände bestehen aus thermogeformtem Filz, gefertigt aus recycelten PET-Flaschen. Brainy schützt vor äußeren Störungen und schafft eine konzentrierte Zone für fokussiertes Arbeiten, vom Einzelarbeitsplatz bis zur Rückzugsinsel im Großraumbüro. >> Brainy Fokusraum ansehen MIX Wandpaneele: Schall-Absorber für kahle Wände Die MIX Wandpaneele sind schallabsorbierende Module für die Wandmontage. Sie lassen sich durch einfaches Kleben schnell anbringen und sind in vielen Formen erhältlich. So wird aus einer schallharten Wand eine gestaltbare Absorberfläche, die den Nachhall im Raum deutlich reduziert. >> MIX Wandpaneele im Katalog ansehen Fazit: Ruhe ist planbar Lärm im Büro ist kein unabänderliches Schicksal. Mit schallabsorbierenden Materialien und einer klaren Zonierung sinkt der Geräuschpegel deutlich. Organisatorische Regeln im Team verstärken den Effekt. Am Anfang steht die Analyse der eigenen Räume, und genau dabei unterstützt Sie unser Service Planung und Beratung: Unsere Experten entwickeln kostenlos ein Akustikkonzept, das zu Ihren Räumen und Ihrem Budget passt. Rufen Sie uns an unter +49 36965 815119 oder stöbern Sie direkt im Online-Katalog. Ihr leises Büro beginnt mit einem Gespräch. FAQ: Häufige Fragen zu Lärm im Büro Wie laut darf es maximal im Büro sein? Für geistige Tätigkeiten gilt ein Beurteilungspegel von maximal…